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Öko-Quartier nimmt Gestalt an

FRANZÖSISCH-BUCHHOLZ Öko-Bau Das vom Projektentwickler INCEPT GmbH als Teil der Ziegert Group auf Grundlage der Planung von ZRS Architekten Ingenieure und der naturstrom AG realisierte Öko-Quartier KOKONI ONE in Französisch-Buchholz zeigt, wie eine lokale Energieversorgung schon…

12.04.2024·Redaktion

FRANZÖSISCH-BUCHHOLZ Öko-Bau (12.04.2024) Das vom Projektentwickler INCEPT GmbH als Teil der Ziegert Group auf Grundlage der Planung von ZRS Architekten Ingenieure und der naturstrom AG realisierte Öko-Quartier KOKONI ONE in Französisch-Buchholz zeigt, wie eine lokale Energieversorgung schon heute emissions-, brennstoff- und fossilfrei funktioniert. Ein lauwarmes Geothermie-Nahwärmenetz versorgt die 84 Doppel- und Reihenhäuser mit nachhaltiger Wärme. Dachintegrierte Photovoltaikanlagen liefern Ökostrom für zwei zentrale Wärmepumpen, die Sonnenenergie steht darüber hinaus als Mieterstrom für den Haushaltsbedarf und für Wallboxen zur Verfügung. 

So funktioniert die ökologische Wärme- und Stromversorgung im KOKONI ONE. Foto: naturstrom

Ein Großteil der geplanten Doppel- und Reihenhäuser ist bereits errichtet. „Herzstück des Energiekonzepts ist unser Geothermie-Nahwärmenetz“, erklärt Dr. Sarah Debor, Geschäftsfeldleiterin Urbanes Wohnen und Gewerbe bei der naturstrom AG. „In einer Tiefe von etwa 100 Metern unter dem Quartier entziehen 68 Erdwärmesonden dem Erdreich auf konstantem Temperaturniveau von etwa 10 Grad Celsius Wärmeenergie. Zwei zentrale Wärmepumpen heben die Temperatur dann auf 40 Grad an.“ Ein 1,2 km langes gedämmtes Niedertemperatur-Nahwärmenetz bringt die Heizenergie anschließend in die Gebäude. Im Sommer werden die Energieflüsse umgedreht und zur Kühlung genutzt. Den Gebäuden wird dann überschüssige Wärme entzogen, die das Nahwärmenetz ins Erdreich zurückführt.

Auch oberirdisch wird die Energie der Natur genutzt: Dachintegrierte Photovoltaikanlagen auf allen 84 Wohnhäusern mit einer Gesamtleistung von ca. 300 Kilowatt Peak versorgen die Energiezentrale mit lokalem Ökostrom. „Die intelligente Verknüpfung der Sektoren Strom, Wärme und E-Mobilität ermöglichen eine besonders effiziente Energienutzung“, erklärt Sarah Debor von naturstrom. „Ein Drittel des lokalen Strombedarfs kann durch das Vor-Ort-Versorgungskonzept gedeckt werden.“ UL